Cashflow

Finanz-GlossarDer Cashflow ist eine Messgröße für den Nettozufluss von liquiden Mitteln innerhalb einer bestimmten Periode (Meistens ein Jahr oder ein Monat). Ist der Cashflow positiv, sprechen Betriebswirte von einem Mittel- oder Geldzufluss. Im umgekehrten Falls ist von einem Mittel- oder Geldabfluss bzw. von einem negativen Cashflow die Rede. Der Cash-Flow ist dabei nicht dem Unternehmensgewinn zu verwechseln und soll im Folgenden von diesem abgegrenzt werden.

Der Gewinn eines Unternehmens gibt an, wie viel Geld letztendlich an die Anteilseigner oder den Inhaber der Firma ausgeschüttet wird. Der Cashflow hingegen zeigt die Höhe des insgesamt erwirtschafteten Geldes auf. Je höher der Cashflow ist, desto größer sind die Möglichkeiten zur Eingenfinanzierung von neuen Anschaffungen. Für neue Maschinen oder andere Produktionsmittel wird dann also kein Kredit benötigt. Ist der Cashflow negativ, musste das Unternehmen in der betrachteten Periode Mittel in das Geschäft stecken. Das Geld ist jedoch nicht als verloren anzusehen, vielmehr kann es in Form von Vorräten oder Forderungen in den Bilanzen auftauchen.

Formel zur Berechnung

Eine Formel mit der man den Cashflow berechnen kann, ist auf der Webseite controllingportal.de zu finden. Dabei wird untergliedert in die indirekte Methode der Berechnung und die direkte Methode. Wir stellen hier nur kurz die indirekte Cash-Flow-Ermittlung vor und verweisen für tiefergehende Informationen auf controllingportal.de.

Jahresüberschuß
– nicht zahlungswirksame Erträge
+ nicht zahlungswirksame Aufwendungen
————————————————-
= Cash-Flow

Eine beispielhafte Berechnung des Cashflow soll die Definition des Begriffes verdeutlichen:

  • Umsatz: 200.000 Euro
  • Gehälter: 150.000 Euro
  • Abschreibungen: 15.000 Euro
  • Bildung der Garantierückstellungen: 10.000 Euro

Der Gewinn berechnet sich als Umsatz abzüglich der Kosten. In diesem Beispiel liegt er bei 25.000 Euro. Der Cashflow hingegen bezieht Abschreibungen und [Garantierückstellungen->garantierueckstellung] mit ein, verbleiben sie doch de facto im Unternehmen. Möchte man in diesem Beispiel den Cashflow berechnen liegt er somit bei 50.000 Euro, also deutlich über dem Gewinn.

Die Beurteilung von einem Cashflow muss aber nicht unbedingt auf ein Unternehmen beschränkt sein. Genauso wie dort, wird auch bei Privathaushalten von Banken der Cashflow beurteilt, bevor eine Darlehenszusage zum Beispiel für eine Baufinanzierung (siehe [hier->baufinanzierung]) erteilt wird.

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